Ausgabe 50 - Oktober 2013

19 Erinnerungen an Krützpoort von Heinz Fink Es war vor 50 Jahren am 4. Februar 1963 als der Engelshof, besser als Krützpoort bekannt, abgerissen wur- de. Er musste dem stetig wachsenden Verkehr auf der St.Töniser-Straße weichen. Viele von uns alten Grön- ländern können sich noch gut an die- sen Hof mit dem einprägsamen Kreuz auf der Hoftür erinnern. Es gibt be- stimmt auch einige unter uns, die sich an das Gedicht von Theo Mülders zu Krützpoort erinnern. Für mich hat dieses Gedicht einen besonderen Er- innerungsreiz, da ich es vor 56 Jahren anlässlich der Schulerweiterung der Kath. Knabenschule in St.Tönis der versammelten damaligen Prominenz des Ortes vortrug. Vorausgegangen war ein Wettstreit in der 6ten Klasse, wer wohl das beste, akzentfreie „Krieewelsch Platt“ sprach, um Vortragender zu werden. Was ich mir damit eingehandelt hatte, wurde mir erst am 9. Januar 1957 klar. Ich stand mit schlotternden Knien vor besagter Prominenz und ließ den Mattes Haverkamp und sei- nen Handel mit dem Teufel in bester Krefelder Mundart auferstehen. Auch heute noch kommen mir die 12 Stro- phen des Gedichtes flüssig von den Lippen und erfreuen auch, mit 2 Gi- tarrenakkorden unterlegt, meine En- kel, obwohl ihnen diese Sprache nicht verständlich ist. Für diejenigen, die es noch verstehen oder verstehen wollen, nachfolgend das Gedicht in Gänze. Dieses, wie auch ein Foto von Krütz- poort, wurde uns freundlicherweise vom Heimatbund St.Tönis zur Verfü- gung gestellt.

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