Ausgabe 49 - März 2013

-3- Wirkungskreis den Weg für einen Kirchenneubau zu ebnen, der später die Notkirche der Pfarre ersetzen sollte. Grundlage für den Neubau sollte die Zusammenlegung der beiden kleineren Pfarren St . Bonifatius und St. Petrus Canisius an der Kempener Allee sein. Ein entsprechendes Grundstück wurde dort gefunden und am 21. Februar 1965 legte Stadtdechant Baltes den Grundstein. Richtfest feierte man schon am 1. Juli, und am 20. März 1966 konnte Pastor Bungartz mit der neuen Gemeinde St. Thomas Morus den Einzug in die neue Kirche feiern. Nachdem das Bistum neue Strukturen entwickelt hatte, fand am 30. Mai 1968 d i e Wah l de s e r s t e n Regionaldekans für den Bereich K r e f e l d s t a t t . D e n 7 5 Stimmberechtigten des Krefelder Klerus standen drei Kandidaten zur Wahl, unter ihnen Edmund Bungartz, der sich nur auf Drängen einiger junger Kollegen zur Kandidatur bereit erkl ärt hatt e. Es passte zur bescheidenen Art von Bungartz, dass er nie und nimmer mit seiner Wahl gerechnet hatte. Aber es zeigte sich, welche Achtung er sich bei seinen Mitbrüdern mittlerweile erworben hatte. Im entscheidenden zweiten Wahlgang erhielt er 43 Stimmen, während für den favorisierten Stadtdechanten Baltes nur 32 Stimmberechtigte votierten. Seine erfolgreiche Tätigkeit in dieser Funktion zeigte sich, als Bungartz im April 1973 auch für die nächste Periode wiedergewählt wurde. B e z e i c h n e n d f ü r s e i n e Sportbegeisterung war es, dass er sich unmittelbar nach seiner Wiederwahl mit einigen seiner geistlichen Mitbrüder im Fernsehen die 2. Halbzeit des Fußballspiels Ajax Amsterdam gegen Bayern München ansah. Für alle, die Pastor Edmund Bungartz gekannt haben, war es ein schwerer Schock, als er völlig unerwartet am 1 7 . J u n i 1 9 7 5 b e i e i n em Familientreffen in der Eifel an einem Herzinfarkt starb. Eine riesige Trauergemeinde begleitete den beliebten Pfarrer am 23. Juni 1975 auf dem Weg zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Krefelder Haup t f r i edhof . Neben vi e l en Weggefährten waren aus Aachen We i hbi schof Dr . Di cke und Generalvikar Wäckers angereist und leiteten die Trauerfeierlichkeiten, bei denen neben Oberbürgermeister Ha u s e r a u c h v i e l e we i t e r e Persönlichkeiten der Krefelder Öffentlichkeit dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen. Neuaufstellung des Flächennutzungsplans - Geplante Darstellungen im Grönland von Rolf-Bernd Hechler "Ein neuer Plan muss her!" beschloss die Politik 1999. Seitdem erarbeitet d i e S t a d t e i n e n n e u e n Flächennutzungsplan (FNP) für Krefeld (s. dazu auch den Artikel „ Jrönland blivt jrön“ in Grönland Gestern – Heute – Morgen Nr. 37, März 2007, S. 5). Denn der zur Zeit rechtsgültige von 1974 entspricht t r o t z v i e l e r abge s ch l os s ene r Änderungsverfahren nicht mehr den heutigen städtebaulichen Zielen und Bedürfnissen. Bis zum 01.03.2013 bot die Stadt nun ihren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit den neuen Entwurf einzusehen. Im S t a d t h a u s u n d i n d e n Bezirksverwaltungsstellen konnten sie Bedenken äußern und Anregungen beisteuern. Der FNP enthält Darstellungen für das ganze Stadtgebiet (13774,3 ha). Im neuen Entwurf wachsen die Bauflächen von 43,6 % auf 44,6 % d e s S t a d t g e b i e t e s a n . D i e Landwi r t scha f t l i chen Fl ächen nehmen um 390 ha von 32,9 % auf 30,1 % ab. Allerdings sollen die Waldflächen um 131,6 ha zunehmen. Das bedeutet eine Änderung von 9,4% auf 10,3 %. In der Nähe von Grönland betrifft dies zum Beispiel d i e Wa l d f l ä c h e n ü b e r d e r Br unne nga l e r i e no r dwe s t l i c h Horkesgath, die um ein Vielfaches erweitert werden sollen. Bei der Darstellung der Baugebiete innerhalb des Stadtgebietes wird es große Verschiebungen geben. Hohe Zuwächse haben die Gewerbegebiete (+ 99 ha) und die Mischgebiete (+ 91,6 ha), abnehmen werden die Industriegebiete (- 81,2 ha), die Gemeinbedarfsflächen (- 47 ha) und die Wohnbauflächen (- 25,4 ha). Wa c h s e n we r d e n a u c h d i e Straßenverkehrsflächen (+ 88,1 ha) und die Grünflächen (+ 95 ha). Die umfangreichsten Änderungen im Grönland findet man im Bereich südlich der St. Töniser Straße. Das Gebiet zwischen Ring, Schlufftrasse und St. Töniser Straße bis zum ehemaligen TAG-Gebäude wird als „ N a h v e r s o r g u n g s z e n t r u m Gutenbergstraße“ eingegrenzt. Damit ä n d e r t s i c h d a s b i s h e r i g e Gewerbegebiet teilweise in Sonder- und teilweise in Mischgebiet. So ist der Einkaufsbereich um das EKZ, der sich schleichend zur heutigen Größe entwickelt hat, im Nachhinein planerisch abgesichert. Die im alten FNP als Gewerbegebiet und Versorgungsfläche dargestellten Nutzungsflächen der Stadtwerke werden zu Gemeinbedarfsfläche

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