Ausgabe 45 - März 2011
- 17 - Zug der Erinnerung An das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher am Niederrhein und in Krefeld erinnern will der “Zug der Erinne- rung“, der vom 20.-22.März auf Gleis 1 des Krefelder Hauptbahn- hofes stand. Viele wurden in der Zeit des Nationalsozialismus ver- schleppt und oft auch ermordet. Während im ersten Wagen des Zugs allgemeine Dokumente, Fotos, Er- innerungsstücke an diese Gruppe ausgestellt sind, haben Initiativen im zweiten Wagen den Lebensweg, das Verschwinden, die Deportation und den Tod der Krefelder Kinder soweit als möglich erforscht und dokumentiert. Bisher gab es keine gesonderten Untersuchungen über diese Gruppe. Erschütternd zu se- hen, wie 35 Kinder und Jugendli- che, die in dieser Stadt geboren wurden, aufwuchsen, lebten (es gibt z. B. eine Liste mit Adressen der Kinder und Jugendlichen), zur Schu l e g i ngen , p l ö t z l i ch „verschwanden“. Der BV spendete symbolisch 50 Euro zu den Ausstel- lungskosten, da z. B. die “Deutsche Bahn“ Kosten für den Stellplatz des Zuges von 4000 Euro pro Tag berechnete . (bri)
RkJQdWJsaXNoZXIy MzU1MTU=