Ausgabe 36 - Oktober 2006

- 6 - Unsere Rückenschulkurse ( 12 Stunden) für 86 Euro können von der Krankenkasse bis zu 80% gefördert werden . Fragen Sie uns! Vandalismus in unserem Bezirk von Theo Rütten Es könnte alles so schön sein bei uns. Immer noch weist Grönland Grünflächen, Spazierwege, gute Radfahrmöglichkeiten auf. Das Vereinsleben ist rege (Bürgerverein!). Mit dem Pappköpp-Theater haben wir ein kulturelles Kleinod im Bezirk, usw., usw. Es hat sich aber leider auch manches verändert in letzter Zeit, und zwar deutlich zum Schlechteren. Die Rede ist von Jugendlichen aus unserem eigenen Bezirk, aber auch aus dem Bezirk Schicksbaum, die uns Sorgen machen. Graffiti-Schmierereien sind an zahlreichen Häuserwänden und Garagen zu sehen. Hier findet sich die unselige Nachahmung von kriminellen Banden aus den Ghettos amerikanischer Großstädte, die ihr Revier so markieren. Aber: Graffiti sind Sachbeschädigungen und gehören zur Anzeige gebracht. Und wer sprayt oder schmiert, muss für die Beseitigung zahlen. - Es häufen sich Klagen von Bürgern über Beleidigungen durch Jugendliche. Sicherlich haben alle Generationen darüber geklagt, dass die jeweils nachwachsende ihr keinen Respekt entgegenbrächte. Das Maß des Akzeptablen ist aber da überschritten, wo Jugendliche gezielt gegen einzelne Personen vorgehen, diese beleidigen und bedrohen. Hier geht es dann nicht mehr um jugendlichen Leichtsinn, sondern um Kriminalität. Und hier ist die Polizei gefragt. Aber auch die Nachbarn und Mitbürger. Haben wir da in der Vergangenheit immer die nötige Zivilcourage aufgebracht? Hinzu kommt das Problem Alkohol. Einige Gebiete in unserem Bezirk (Ba hnun t e r f üh r ung , Sp i e l p l a t z Ob e r g p l a t z , P l a t z v o r d em Kleidercontainer an der Süchtelner Straße) sind Treffpunkte für Saufgelage, z. T. auch von Jugendlichen aus dem Bezirk Schicksbaum. Gruppen, die vor und nach solchen Saufereien durch unser Gebiet ziehen, beschädigen Autos und demolieren Vorgärten. Öffentliche Trinkgelage sind eine Ordnungswidrigkeit nach § 117 des Ordnungswidrigkeitengesetzes. Also ist auch hier die Polizei zu informieren. Dies gilt natürlich auch für Sachbeschädigungen an Autos, in Vorgärten und an Häusern und Garagen. Frage: Wie kommt es zu diesen zunehmenden Problemen mit Jugendlichen? Hier spüren wir in unserer kleinen Welt Auswirkungen gesellschaftlicher Trends. Viele Eltern können und/oder wollen ihre Kinder nicht erziehen. Viele Familien leben in der 2. oder 3. Generation von staatlicher Unterstützung. Hier erfahren Kinder keine Vorbilder. Gleichzeitig wird die Lage auf dem Arbeitsmarkt härter. Leistungsanforderungen steigen und viele problematische Jugendliche ahnen, dass sie später keine Chance auf einen guten Beruf haben. Gleichzeitig tun sie aber nichts dazu, um ihre Chancen zu erhöhen. Rumhängen, Saufen und „Scheiße bauen“ sind eben leichter als sich für einen guten Schulabschluss an- zustrengen. Frustrierend wirkt sicherlich für einige, dass noch nicht mal ein guter (Hauptschul)-Abschluss für eine Ausbil- dung in dem gewünschten Beruf reicht. Was kann der Bürgerverein tun? Wich- tig ist, den Kontakt auch zu schwierigen Jugendlichen nicht abreißen zu lassen. Man sollte sie mit Namen kennen, mit ihnen reden. Man muss ihnen aber gleichzeitig klarmachen, dass Straftaten nicht geduldet werden, sondern der Poli- zei gemeldet werden (Bezirkspolizist Oliver Nordholt Tel.:634-1763, sonst Polizei Tel: 6340). Ein Trost noch am Schluss: Es geht das Gerücht, dass einer der schwierigeren Jugendlichen aus der Vergangenheit des Bezirks heute ein ganz erfolgreicher Schauspieler ist. Vandalismus in unserem Bezirk (II) von Beate Brinkert-Rütten Im Zusammenhang mit den im obigen Artikel geschilderten Vorfällen wurde von Mitbürgern – soweit der Grönland- redaktion bisher bekannt ist - auch ein Brief an OB Kathstede und einer an den Polizeipräsidenten von Krefeld geschrie- ben, mit der Bitte sich dieser, in jüngster Zeit verschärfenden, Probleme anzuneh- men. In beiden Antworten wurde der Wille bekundet, zu tun, was man könne. In der Tat sind in letzter Zeit häufiger Polizeistreifen im Bereich Obergplatz, Fürstenbergstr., Weeserweg, Süchtelner Str. und Baustelle gesehen worden. Wir möchten aber noch den Brief einer ziemlich verzweifelten Anwohnerin (die der Redaktion bekannt ist) veröffentli- chen, die sich lange überlegt hat einen Brief zu schreiben und es dann dankens- werterweise auch getan hat. Sie hat we- sentlich mehr mitgemacht, als sie in ih- rem zurückhaltenden Brief beschreibt.

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